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ROLLING STONE:




Ausgabe Jan 02:
Dan Brodie aus Melbourne wuchert auf seinem feinen Debuet-Album mit dem Wohlklang von Slide und Steel, Banjo und einer beachtlichen Palette aus 6String-Kolorit. Seine Tunes sind rund, seine Lyrik lebt von leiser Selbstironie. "My daddy played guitar and I played the fool", schmunzelt er im Titelsong und traeumt: "I'll be happy when I am a star." Koennte sogar klappen, wenn auch nur in jenem Alt-Country-Kaff, wo Steve Earle Sheriff spielt.
(Wolfgang Doebeling)





Ausgabe Jan 01:
Zu behaupten, Norton Buffalo spiele Mundharmonika, sei so aehnlich, als schimpfe man Miles Davis bloss einen Trompeter, notierte eine US-Zeitung. Der Vergleich mag hinken, doch ein "King Of The Harp" ist der ehemalige Sidekick von Commander Cody und Steve Miller nach wie vor. Letzterer liess sich nicht lumpen und schaute im Shuffle "Sweet Little Pumpkin'" flugs fuer ein Solo vorbei. Blueslastig spielt der passable Vokalist seine Harps hier uebrigens ohne Vorverstaerkung, was die Arbeit hoerbar macht.
(Joerg Feyer)





Ausgabe Mai 02:
Als Blues-Gitarrist extraordinaire lebt es sich besser mit Session-Arbeit fuer Bob Dylan oder "on the road" als mit eigenen Tontraeger-Veroeffentlichungen fuer Blues-Hermeneutiker. Acht Jahre gingen deshalb seit Robillards letzter reiner Blues-LP ins Land, ge
(Wolfgang Doebeling)





Ausgabe Jun 98:
Nicht halb so spanisch kommt einem die "New York - Barcelona Crossing" vor. Der damals schon bemerkenswerte Pianist Brad Mehldau traf 1993 auf zwei Rossi-Brueder als Rhythm Section und den Altsaxophonisten Perico Sambeat. Stimmungsvolle Standards, solide Eigenkompositionen.
(Klaus von Seckendorf)





Ausgabe Jun 00:
Mit den Lonesome Strangers blieb Weeks einst eine schoene Fussnote des kalifornischen Neo-Country-Aufbruchs. Solo koennte mehr drin sein, zumal es sich Lucinda Williams nicht nehmen liess, sein "Can't Let Go" zu covern. Keine Eintagsfliege, wie die restlichen elf Songs dieses Hightone-Debuets belegen, das Weeks mit leichter Soul / Swamp-Pop-Schlagseite und aehnlich heiserem Timbre als musical twin von Duana Jarvis ausweist. Da halfen Don Heffington (Neal Casal) und Dwight-Yoakam-Orgler Skip Edwards sicher gern aus.
(Joerg Feyer)





Ausgabe Nov 01:
Es gibt feiste Stones-Riffs ("You Make My Heart Beat Too Fast") und ausgelassenes High 'n' Lonesome-Flair ("Little Darlin'"), zu Herzen gehendes Front-Porch-Feeling ("Forever Has Come To An End", "That's Just How She Cries") und emphatischen Pop ("Rachel") und schoenste Harmonies ohne Ende. Dylans "Wallflower" in irische Rosen zu betten, ist nicht die schlechteste Idee. Und wenn Buddy zu "Rock Salt And Nails" anhebt, wissen wir wieder, wie eine weisse Soul-Stimme zu klingen hat. "Buddy & Julie Miller" ist die gewohnt gute Platte, die man von diesem Paar erwarten durfte.
(Joerg Feyer)





Ausgabe Jan 03:
Vor 20 Jahren waren sie Amerikas verlaesslichste Rock 'n' Roll-Anker in einem New-Wave-Meer aus volatilen Synth-Sounds, duennen Krawatten und Papagei-Frisuren. Im Fruehjahr gingen die hier konservierten Reunion-Shows ueber die Buehne von Hollywoods House Of Blues, und moeglicherweise lag es am Venue, dass das Repertoire schwer Rhythm & Blues-lastig ausfiel. Selbst die wenigen Rockabilly-Nummern wurden Blues-gefaerbt. "Marie Marie" bekommt von den Blasters die Boogie-Behandlung, "Sadie's Back In Town" von Sonny Burgess klingt, als stamme es im Original von Fats Waller. Aber Boy, was fuer eine grossartige Band!
(Wolfgang Doebeling)





Ausgabe Feb 00:
aeusserste Konzentration auf das Elementare der Klezmer-Musik ist die Sache dieser Herren aus Krakau. Basis ist die alte Musik des Viertels Kasimiercz, die durch die Innenschau fast zu einer Avantgarde wird. Mit Geige, Akkordeon, Bass und vereinzelt programmatischem Einsatz von Drum-Sampling wird praezise und dennoch mit ungeheuer Tiefe an Emotionen die Essenz der alten juedischen Musik extrahiert. So intensiv, als wuerde man dem offenen Herz des Klezmers beim Schlagen zusehen.
(Muellrich & Franzen)





Ausgabe Nov 98:
Mehr als Mittelmass sind etliche Neuauflagen, die auf "Treasures Left Behind: Remembering Kate Wolf" versammelt wurden. Da zelebriert eine blendend disponierte Emmylou Harris "Love Still Remains"; auch Terry Garthwaites a-capella-Version von "Thinking About You" fasziniert. Wolfes Songs, so naiv sie auf den ersten Blick scheinen moegen, transzendieren die Banalitaet solcher Titel. Hinter jedem Laecheln der ungekroenten "queen of mellow", die schon 1986 an Leukaemie verstarb, lauerte eine kleine Erkenntnis, die gar nicht zum Lachen ist. So erweisen ihr selbst jeglicher Sentimentalitaet unverdaechtige Kollegen wie Dave Alvin und Greg Brown die Ehre.
(Joerg Feyer)





Ausgabe Nov 96:
Auch mit konventionellen Farben kann erfrischend Eigenstaendiges entstehen. Wie "Pastels" von Vic Juris: Da hat ein von Gitarristen-Kollegen bewunderter Virtuose aus Fusion-Tagen zur weisen oekonomik a la John Scofield aufgeschlossen. Rasante Unisono-Themen mit dem kongenialen Phil Markowitz (p) geraten nie zum Selbstzweck. Bluesfeeling erdet noch die komplexesten Soli bei diesem Quartett.
(Von Seckendorf)





Ausgabe Sep 01:
Gleich im ersten Song, "Across The Line", setzt Produzent R.S. Field (Webb Wilder), sogar Strings gegen die Gitarre eines Dave Grissom (Ex-Joe Ely), der im furiosen "Absolution" aber gern auch mal in die Pinkelpause darf. Der Country-Twang eines "Daddy Raised A Boy" macht da weiter, wo Springsteen mit "Walk Like A Man" aufgehoert hatte. Doch dieser Miller kann auch noch ganz anders und das mindestens genauso gut. Mit "Dear Sarah" und "Highland Country Boy" loest er in der zweiten Haelfte das Ticket in die Berge von Kentucky, wo Bluegrass und Gospel bekanntlich nur einen Herzschlag auseinander liegen. Vergleiche mit dem fruehen Steve Earle moegen ein wenig uebertrieben sein. Und dann hoert man "Thus Always To Tyrants" schon wieder und denkst sich: warum eigentlich?
(Joerg Feyer)





Ausgabe Okt 03:
Drei, vier voll realisierte Songs erinneren daran, dass dieser Mann auf dem Gebiet humoristischer Burlesken, geistreicher Boshaftigkeit und herzerwaermendem Humanismus niemanden vor und allenfalls Warren Zevon neben sich hat.
(Wolfgang Doebeling)

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