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CD  
EAN: 4260088441911
Bestellnr.: MR 191
Preiscode: 132
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[+1|-1]
MARIO NYEKY AND THE ROAD
To The Wind
MEYER RECORDS
Welche Art von Musik sollte man heutzutage wohl
machen mit Mitte 20? Die Generation Smartphone
kennt alles, weiß alles und vermag es, jeden nur
erdenklichen Sound aus der Library ihrer
Musikproduktionssoftware zu ziehen. Stile werden
lediglich in Form von Zitaten aufgegriffen, wohl
wissend, dass jede Art von Festlegung ins Aus, der
Uncoolness führen könnte. Willkommen in der
modernen Welt des hyper-eklektischen Wischi-
Waschis.
Und dann bekommt man so eine Platte wie die von
Mario Nyéky & The Road in die Finger und denkt
sich: Wie krass, diese Typen erdreisten sich, die
moderne Welt einfach mal eine dreiviertel Stunde
lang moderne Welt sein zu lassen. Und nein, wir
reden hier nicht von nostalgischen Rock-Rentnern,
sondern von Jungs im allerbesten Sturm-und-
Drang-Alter.
Der Sänger sieht mit seinem dünnen Bärtchen und
der Kappe ein wenig aus wie Che Guevara und zwirbelt
die Akustische wie einst Paul Simon; begleitet
wird er von einem Kontrabassisten, einem
Geigenfidler und einem Drummer, der hauptsächlich
ein Instrument bearbeitet, das die meisten
Indiepop-Hipster nicht einmal unter Androhung
von Folter anfassen würden: den Cajón – ein unter
Stadtpark-Kiffern beliebtes All-in-a-box-Schlagzeug.
Und was fabrizieren die vier Musikanten mit diesen
reaktionären Tools? Unglaublich schöne Musik!
„Die Auswahl der Instrumentierung und somit
unser Sound war eigentlich zufällig“, erklärt Mario.
„Wenn die Jungs Blockflöte, Synthesizer und Harfe
spielen würden, wäre halt das unser Sound. Was
mich persönlich bewogen hat, mit „The Road“ diese
Platte zu machen, sind die Persönlichkeiten der
Musiker und wie diese in ihre Instrumente fließen.
Ich höre Andrés, Pierce und Joon - nicht nur
Percussion, Bass, Geige und Mandoline“.
So ist das also: Es geht hier um menschliches
Miteinander, um die musikalische Kopplung individuellen
Ausdrucks zu einem kollektiven Klang. Um
das, was entsteht, wenn aus der Summe der einzelnen
Teile tatsächlich mehr wird. Im Falle von Mario
Nyéky & The Road heißt das: Man eigne sich die
Sprache von seit Generationen tradierter
musikalischer Styles an (Bluegrass, Jazz, Latin, Irish
Folk, Blues, Rock) und finde darin seinen eigenen
Ausdruck. Eine solche Herangehensweise benötigt
jede Menge Liebe, Traditionsbewusstsein und
Disziplin. Denn wer in die Tiefe, statt in die Breite
gehen möchte, darf sich nicht ablenken lassen.
Womit wir wieder beim Smartphone wären…
Mario Nyéky & The Road jedenfalls stehen in
engem Kontakt mit den Ahnen – und machen sich
doch ihren eigenen Reim drauf. Dabei setzten sie
auf ein Prinzip, das heutzutage in der Popmusik als
nahezu ausgerottet gilt: Dynamik. In ihren Songs
werden weite Bögen gespannt, die es
vermögen, auch sieben Minuten-Stücke zu einem
kurzweiligen Erlebnis zu machen. Die leisen, zarten,
zerbrechlichen Töne beherrscht die Band
genauso gut wie die wilden, lauten und schrägen.
Dabei steht Marios sachte Stimme zwar im Zentrum
des Geschehens, verbreitet ihr Charisma aber auch
dann, wenn gar nicht mehr gesungen, sondern nur
noch gespielt wird.
„Wir machen Musik, um sie live zu performen!
Wenn wir etwas sind, dann eine Live-Band!“ Mario
Nyéky weiß genau, wofür er angetreten ist: „Für den
Moment auf der Bühne und die Begeisterung in den
Gesichtern der Zuhörer. Das mit meinen Freunden
zu teilen, ist für mich einfach das Größte! Mit Musik
kann man direkt zum Herzen eines jeden Menschen
vordringen, der es zulässt. Ich bin zutiefst dankbar,
diese Art von Magie selbst ausüben zu können“

Einzeltitel:

  1. Hoalheray
  2. Feed The Fire
  3. To The Wind
  4. Irish Melody
  5. Raise Your Voice
  6. Heart In The Wild
  7. New Shoes Blues
  8. White Street



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